„In einer Welt, die überflutet wird von belanglosen Informationen, ist Klarheit Macht.“ 

- Yuval Noah Harari

Black Lives Matter

Nach der Tötung von George Floyd durch den Polizeibeamten Derek Chauvin kam es zu weltweiten Protesten. Die Proteste richteten sich offiziell gegen Rassismus und Polizeigewalt und firmierten unter dem Motto "Black Lives Matter".

Die BWL-Bewegung und ein Gros der Medien weisen immer wieder darauf hin, dass Schwarze relativ zu ihrem Bevölkerungsanteil überdurchschnittlich häufig von Polizisten getötet werden. Das ist wahr: Afroamerikaner machen 13 % der Gesamtbevölkerung[1], aber rund 23 % der durch Polizisten Getöteten aus.[2]

Daraus leiten sie dann ein Rassismusproblem bei der Polizei in den VSA ab.

Die Grundstruktur des Argumentes der BWL-Bewegung ist also die folgende:

P1. Die Bevölkerungsgruppe X wird relativ zu ihrem Bevölkerungsanteil überproportional häufig von Polizisten getötet.

K1. Die Bevölkerungsgruppe X wird von Polizisten systematisch diskriminiert.

Dass diese Schlussfolgerung nicht zuverlässig ist, zeigt das folgende Beispiel: Männer werden in den VSA relativ zu ihrem Bevölkerungsanteil rund 26-mal häufiger von Polizisten getötet als Frauen.[3] Daraus folgt aber nicht, dass es ein Sexismusproblem bei der Polizei gibt und selbige Männer diskriminieren.

Offensichtlich zählt hier nicht der Bevölkerungsanteil, sondern die Kriminalitäts-rate. Denn diese hat einen direkten Einfluss darauf, wie oft Polizisten mit Angehörigen einer Personengruppe in gefährlichen Szenarien aufeinander treffen.

Rund 38% der Gewaltkriminalität in den VSA wird von Schwarzen begangen.[4

Delikte wie Mord, Totschlag und Raubüberfälle - bei denen man besonders häufig in gefährliche Situationen mit Polizisten kommt - werden sogar in über 50% der Fälle von Schwarzen begangen.[5] Das ist mehr als das 4-fache dessen, was man aufgrund ihres Bevölkerungsanteils erwarten würde. Relativ dazu sind Schwarze bei der Tötung durch Polizisten durch einen Faktor 2 unterrepräsentiert!

Das heißtSchwarze werden in den VSA sehr viel seltener von Polizisten getötet als man dass anhand ihrer Kriminalitätsrate statistisch erwarten würde.    

Wenn man Linke mit diesen u.ä. Zahlen konfrontiert, verweisen sie früher oder später meistens auf den durchschnittlich niedrigeren sozioökonomischen Status von Schwarzen in den VSA. Dieser begründe sich in systematischer Benachteiligung und sei für die erhöhten Kriminalitätsraten verantwortlich.

Dagegen ist zu sagen, dass in den VSA mehr als doppelt so viele arme Weiße als arme Schwarze leben[6] und trotzdem über die Hälfte aller Tötungen und Raubüberfälle von Schwarzen begangen werden. Folglich sind Schwarze auch in Relation zu ihren sozioökonomischen Verhältnissen bei Gewaltkriminalität enorm  überrepräsentiert. Wir halten fest: Die hohen Kriminalitätsraten lassen sich  zumindest nicht in Gänze auf Rassismus und Armut explanatorisch zurückführen

Welche anderen Faktoren kommen infrage? 72% der Kinder von Schwarzen in den VSA wachsen mit nur einem Elternteil auf.[7] Meistens lässt der Vater seine Kinder alleine. Diese landen häufig bei kriminellen Gangswelche deren Bedürfnis nach familiärem Zusammenhalt stillen und sich häufig gegenseitig bekriegen. Wohl auch in Folge davon werden Schwarze in 89% der Fälle von anderen Schwarzen getötet![8] Auch i.F. sind alle anderen ethnischen Gruppen durch Morde durch Schwarze doppelt so häufig betroffen als umgekehrt.[9]

Das sind alles massive Probleme innerhalb der schwarzen Community. Sie treten bei anderen sozioökonomische schlechtgestellten Bevölkerungsgruppen nicht in diesem Maße auf.[10] Weil sie nicht ins eigene Narrativ passen, adressieren BLM diese u.a. Probleme kaum bis gar nicht und diffamieren Adressaten dieser Probleme als "Rassisten" oder ähnliches. Damit tabuisieren sie das Aussprechen und verhindern effektiv eine wahrhafte Lösung dieser Probleme.

Mehr noch: Wenn die Daten auf das komplette Gegenteil hindeuten, behaupten BLM und linke Medien immer noch, es gäbe eine rassistische Schießwut bei der Polizei. Das ist gefährlich, weil es die soziale Spaltung und einen Rassenhass innerhalb der schwarzen Community gegenüber Schwarzen bestärkt.[11] Deuten die Daten aber auf quantitativ sehr viel größere Probleme innerhalb der schwarzen Community hin, schieben BLM und linke Medien dies auf einen weißen Rassismus zurück. Ich kann bei einigen politischen Akteuren für ein gegebenes Problem X vollkommen unabhängig von der Faktenlage zu X zuverlässig vorhersagen, dass diese das Problem für X bei Weißen und in der Mehrheitsgesellschaft suchen werden. Das scheint mir gegen eine intellektuelle Offenheit und Redlichkeit dieser Akteure zu sprechen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Philoclopedia (Mittwoch, 26 August 2020 19:54)

    https://www.youtube.com/watch?v=8w8daOAobjw&


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